Tabu e.V.

wir schützen kleine Wüstenblumen – gegen Genitalverstümmelung, für Frauen- und Kinderrechte

Bei der weiblichen Genitalverstümmelung (international: Female Genital Mutilation, kurz FGM) handelt es sich um sehr verschiedene Eingriffe an den äußeren weiblichen Genitalien. Über die Ausbreitung können  gegenwärtig keine präzisen Angaben gemacht werden. In der Fachliteratur wird mehrheitlich der Hinweis auf 28 afrikanische Herkunftsländer gegeben, die allerdings einige nordafrikanische Länder, den Jemen, Regionen der Vereinigten Arabischen Emirate, Irak, Iran sowie Regionen Indonesiens und Malaysia, Philippinen, in Israel lebende äthiopische Jüdinnen und verschiedene Gemeinschaften in Indien nicht einbeziehen. Durch Migration und Bevölkerungswachstum ist ein Anstieg und die weltweite Ausbreitung der Praktik zu beobachten … (ganzer Text Genitalverstümmelung).

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Adresse: TABU e.V., Liebigstraße 5, D-44139 Dortmund, Germany;
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Was wir machen: Wir brechen ein Tabu, um Mädchen und Frauen vor ritualisierter Gewalt zu schützen:

Seit 1997 engagieren wir uns als Arbeitskreis “Wir brechen ein Tabu” gegen die ritualisierte Gewalt der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) und gründeten 2001 den gemeinnützigen Verein TABU e.V. mit Sitz in Dortmund. Neben unserem Engagement in Deutschland liegt unser Arbeitsschwerpunkt in der Unterstützung eines Selbsthilfe-Projekts in Kenia (Ost-Afrika).

CAFGEM (Community Against Female Genital Mutilation) ist ein Zusammenschluss mehrerer Frauengruppen, die sich seit 1997 aktiv gegen das schädliche Ritual der Genitalverstümmelung an Mädchen wehren. Ihr Aktionsgebiet zieht sich vom Nord-Osten der Küstenlinie Kenias, entlang der Haupttransitroute Mombasa-Nairobi bis hinauf nach Taveta am Kilimanjaro. Die Graswurzel-Initiative ist seit dem Jahre  2000 eine registrierte Nichtregierungsorganisation, die den Weg zu einer dezentralen Institutionalisierung beschritten hat. Das Projekt baut Bildungseinrichtungen für Kinder und Erwachsene in einer abgelegenen Region, in der sich kaum Vertreter von Regierungsparteien oder finanzstarker Organisationen blicken lassen. Deshalb will CAFGEM hier etwas für die Menschen, insbesondere benachteiligte Frauen (Empowerment) und Kinder, erreichen.

Genitalverstümmelungen als Beeinträchtigung der körperlichen und seelischen Gesundheit weiblicher Generationen, verhindert die Entwicklung in den betroffenen Ländern bzw. Regionen. Damit nicht genug, erhält die ritualisierte Gewalt durch Migration globale Ausmaße. Das darf nicht geduldet werden, denn Menschenrechte sind nicht verhandelbar! Wir fordern deshalb für Deutschland eine regelmäßige Untersuchungspflicht für alle minderjährigen hier lebenden Mädchen durch AmtsärztInnen, gekoppelt an eine ärztliche Meldepflicht.

Die hohe Akzeptanz des von uns geförderten Projekts in Kenia, die starke Beteiligung am Bildungsprogramm von CAFGEM in Kindergärten, Schulen und Erwachsenenbildung und letztlich die Erlaubnis, Unversehrtheitskontrollen (Genital Health Check- ups) der Mädchen durchführen zu lassen, zeigt messbare Erfolge, wovon wir unseren SpenderInnen und bei öffentlichen Veranstaltungen immer wieder gerne berichten. Wenn Sie unser Engagement interessiert und Sie uns unterstützen möchten, können Sie uns  für Vorträge, Fotoausstellung, Film-Dokumentation und Benefiz-Veranstaltungen gerne buchen. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine e-mail.

Mehr über unseren Ansatz in der Entwicklungszusammenarbeit erfahren Sie unter Afrika: CAFGEM Kenia.

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